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Hospizzeitung

19 Hospizbrief 3 2025

Ausgabe 2/2026

"Sie sind wichtig, weil Sie eben Sie sind. Sie sind bis zum letzten Augenblick Ihres Lebens wichtig, und wir werden alles tun, damit Sie nicht nur in Frieden sterben, sondern auch leben können bis zuletzt." 

Cicely Saunders,
Begründerin der Hospizbewegung

Einladung zum 27. Hospiztag
am 17.09.2025

Wir laden alle Bürgerinnen und Bürger, Interessierte sowie unsere Vereinsmitglieder ganz herzlich ein, gemeinsam mit uns den 27. Hospiztag zu erleben!

Am Mittwoch, den 17. September 2025, findet 16:30 - 20:00 Uhr unser 27. Hospiztag im NOBiZ Kreuzau-Stockheim (Marienstraße 29, 52372 Kreuzau-Stockheim) statt.

In diesem Jahr feiern wir ein besonderes Jubiläum:
20 Jahre „Hospiz macht Schule“ – Unser Erfolgsmodell für alle Grundschulen in Deutschland.

Was ist „Hospiz macht Schule“?
Das Projekt „Hospiz macht Schule“ bringt das Thema Leben, Sterben, Tod und Trauer kindgerecht in die Grundschule. In einer einwöchigen Projektwoche setzen sich Kinder gemeinsam mit geschulten Ehrenamtlichen mit Fragen rund um Abschied, Verlust und Hoffnung auseinander. Ziel ist es, Ängste abzubauen, Offenheit zu fördern und Kinder in ihrer Lebenskompetenz zu stärken.

Freuen Sie sich auf ein abwechslungsreiches Programm.

  • Begrüßung: Dr. Detlef Struck (1. Vorsitzender)
  • Moderation: Gerda Graf (Vorstandsmitglied) und Butler Christoph Gilsbach
  • Grußwort: Paul Larue, Bürgermeister a.D. und Schirmherr der Hospizbewegung Düren-Jülich e.V.

Programm:

  • 1. Teil: Inhaltliche Präsentation der Projektwoche „Hospiz macht Schule“
  • 2. Teil: Impulsvortrag von Jörg Bernardy (Philosoph und Autor)
    „Zwischen Endlichkeit und Unendlichkeit – mit Kindern über den Tod philosophieren“
  • 3. Teil: Diskussionsrunde: Fazit und Ausblick in die Zukunft

Im Anschluss laden wir Sie herzlich zum Austausch und Gespräch ein.

Anmeldung:
Bitte melden Sie sich telefonisch unter (02421) 393 220 oder per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. an.

Wir freuen uns auf Ihr Kommen und einen inspirierenden Hospiztag mit Ihnen!
Ihr Team der Hospizbewegung Düren-Jülich e.V.

Harfenkonzert mit Silke Aichhorn

Mittwoch, 24. September 2025 um 18.00 Uhr in der Marienkirche Düren
Einlass: 17.30 Uhr – freie Platzwahl
Eintritt: 18 Euro – Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre frei

Silke Aichhorn steht neben ihrer Harfe

„Solche Konzerte sollte es öfters geben“ oder „Ein Konzert, wie man es selten erlebt“- so titelt die Presse und genau das zeigt, was Silke Aichhorn mit ihrem Publikum macht!

Die Mischung aus Musikalität, ungemein farbigem Ton, virtuosem Handwerk kombiniert mit unnachahmlicher Natürlichkeit ist es, was die Zuhörer begeistert. Ihre unterhaltsam moderierten Konzerte sind ihr Markenzeichen, dazu kommt der unbedingte Wille, Neues und auf der Harfe noch Unbekanntes, zu präsentieren. Mit ihrer Diskographie von mittlerweile 32 CDs, zwei Büchern und aktuell mehr als 150 Videos auf YouTube hat sie in der internationalen Harfenszene ein Alleinstellungsmerkmal.

Silke Aichhorn lässt sich in keine Schublade packen. Sie ist eine der weltweit aktivsten Harfensolistinnen, Buchautorin, Unternehmerin mit eigenem CD-Label/Verlag, Mutter, Mentorin beim Deutschen Kulturrat, Hospizbotschafterin, Pädagogin- kreativ und energiegeladen, mit dem Ziel, das Image der Harfe zu entstauben. Der Harfenistin Silke Aichhorn ist es gelungen, binnen weniger Jahre ihr Instrument im Konzertsaal wieder heimischer werden zu lassen („FAZ“). www.silkeaichhorn.de

Mittwoch, 24. September 2025 um 18.00 Uhr
Marienkirche Düren, 
Hoeschplatz, 52349 Düren
Einlass: 17.30 Uhr – freie Platzwahl
Eintritt: 18 Euro – Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre frei

Die Karten sind erhältlich:

  • Im „Düren sorgsam“, Weierstr. 14 (Ecke Wilhelmstr.)
  • Im Hospizbüro, Roonstr. 30
  • Telefonsich: 02421 – 39 32 20
  • Per E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.

Gerne senden wir Ihnen die Karten postalisch (plus Porto) zu.

Veranstalter:
Hospizbewegung Düren-Jülich e.V.
Lebens- und Trauerhilfe Düren e.V., in Kooperation mit der Pfarre St. Lukas,
Gemeinde St. Marien, Düren

Ein neuer Vorstand der Hospizbewegung Düren-Jülich wurde gewählt

Neuer Vorstand 2025 -Barbara Goller, Prof. Dr. Heinz-Jürgen Kalb, Dr. Hans-Heinrich Krause (Ehrenvorsitzender), Gisela Moyzio-Weiße, Gerda Graf, Dr. Charlotte Holmgren-Haas, Dr. Detlef Struck (1. Vorsitzender)v.l.n.re.: Barbara Goller, Prof. Dr. Heinz-Jürgen Kalb, Dr. Hans-Heinrich Krause (Ehrenvorsitzender), Gisela Moyzio-Weiße, Gerda Graf, Dr. Charlotte Holmgren-Haas, Dr. Detlef Struck (1. Vorsitzender)

Die Hospizbewegung Düren-Jülich hat in der Mitgliederversammlung am 14.5.25 einen neuen Vorstand gewählt. Leider blieb die Zahl der anwesenden Mitglieder hinter den Erwartungen, dennoch konnte die Wahl regulär durchgeführt werden und kein Kandidat erhielt eine Gegenstimme.

Dr. Detlef Struck wurde erneut zum ersten Vorsitzenden gewählt und übernimmt damit weiterhin die Leitung unserer ehrenamtlich getragenen Organisation. In der Vergangenheit hat Detlef Struck bereits gezeigt, wie stark er hinter der hospizlichen Idee und seiner Weiterentwicklung steht. Viel Arbeit und ggf. Umstrukturierung liegt noch vor ihm und seinem neuen Vorstand.

Der Posten des stellvertretenden Vorsitzes bleibt vorerst leider unbesetzt, was die Handlungsfähigkeit des Vorstandes nicht wesentlich beeinträchtigt. Der weitere sechsköpfige Vorstand setzt sich aus einer engagierten und vielseitigen Gruppe zusammen:

Barbara Goller, Mitarbeiterin der AOK, bringt in ihrer dritten Wahlperiode wichtige Expertisen aus dem Gesundheitswesen ein. Als Digital-Expertin besitzt sie zudem ein heute unerlässliches und für uns bereicherndes Fachwissen. Dieses war uns bis dato stets nützlich und wird es voraussichtlich für die Zukunft noch einmal mehr sein.

Gerda Graf ist eine in der Region bekannte Persönlichkeit und seit den Anfängen der Hospizarbeit mit dieser sowohl im Kreis Düren als auch deutschlandweit verbunden. Nach dreißig Jahren unermüdlichen Engagements für den Verein, wählte Frau Graf in dieser Wahlperiode „einfaches“ Vorstandsmitglied zu sein und kandidierte nicht für den Posten des stellvertretenden Vorsitzenden. Frau Graf bereichert uns gewiss - egal in welcher Position - mit ihrem großen Netzwerk, ihrem Ideenreichtum und ihrer unbändigen Energie.

Aus dem Beirat hinaus und in den Vorstand hinein wechselte Professor Heinz-Jürgen Kalb. Herr Kalb ist Jurist, ehemaliger Richter am Landgericht Köln und Verfasser wichtiger juristischer Standardwerke und steht der Hospizbewegung mit seiner ausgewiesenen juristischen Kompetenz zur Seite. Diese Kompetenz war schon in seinen vorherigen Wahlperioden im Beirat enorm wichtig.

Dr.Charlotte Holmgren Haas ist langjährige Palliativärztin in Kreis Düren. Sie nimmt die wichtigen Themen der ambulanten Palliativmedizin mit in den Vorstand hinein und setzt sich unter anderem für eine gelingende Kooperation zwischen Ehrenamt und SAPV-Team ein.

Wir sind wirklich froh, Gisela Moyzio-Weisse als neues Vorstandsmitglied begrüßen zu dürfen. Kurz entschlossen hat sie sich in der Mitgliederversammlung zur Wahl aufstellen lassen und wurde einstimmig gewählt. Frau Moyzio-Weisse ist seit Jahren als geschätzte Begleiterin in der Hospizbewegung tätig. Als ärztliche Psychotherapeutin wird sie darüber hinaus wertvolle berufliche Erfahrungen und neue Impulse mit in die Vorstandsarbeit bringen. Wir freuen uns sehr auf die Zusammenarbeit!

Es ist weiterhin eine Ehre, dass Dr. Hans-Heinrich Krause Ehrenvorsitzender der Hospizbewegung Düren-Jülich ist. Als zentraler Akteur im Aufbau der hospizlichen Arbeit im Kreis Düren hat er im Laufe der Jahrzehnte mit seinem Engagement und medizinischer Expertise hier bedeutende Akzente gesetzt. Für dieses Werk verlieh ihm der Landrat 2023 das Bundesverdienstkreuz. Etwas, das uns alle stolz macht.

Der neue Beirat ist nun zwei- statt dreiköpfig, nachdem Heinz-Jürgen Kalb in den Vorstand gewechselt ist. Dr. Hildegard Schain tritt eine weitere Wahlperiode im Beirat an. Sie ist Fachärztin für Neurologie und Psychiatrie, eine gefragte Gutachterin und engagierte Kollegin in der Weiterbildung des neurologischen Nachwuchses. In diesem Themenfeld steht sie dem Vorstand zuverlässig und kompetent beratend zur Seite.

Rosi Struck wurde ebenfalls in eine weitere Wahlperiode in den Beirat gewählt. Aus der Pflege kommend ist Rosi Struck Fachwirtin im Gesundheitswesen. Sie ist sehr erfahren im Qualitätsmanagement und komplettiert und unterstützt so aktiv die Vorstandsarbeit durch ihre diesbezügliche Expertise. 

Leider sind drei Vorstandsmitglieder ausgeschieden: Irene Weyer, evangelische Pfarrerin und langjähriges Vorstandmitglied, scheidet beruflich bedingt aus. Durch Umstrukturierung der „Evangelischen Gemeinde zu Düren“ ist es Frau Weyer nicht mehr möglich, die Vorstandsarbeit zu stemmen. Ähnlich geht es Daniel Dorn. Auch er hat erhebliche berufliche Belastungen zu bewältigen. Diese lassen zum jetzigen Zeitpunkt keinen Raum für außerberufliche Aktivitäten zu. Wir werden sowohl Irene Weyer als auch Daniel Dorn in der Vorstandsarbeit vermissen. Auch Dr. Klaus Maria Perrar hat den Vorstand verlassen, um sich neuen Aufgaben zuzuwenden. Wir werden sie in unserer Arbeit vermissen, freuen uns aber darüber, dass alle drei ihre Bereitschaft erklärt haben, uns auch künftig mit Rat und Tat zur Seite zu stehen.

Der neue Vorstand steht nun vor der Aufgabe, die Hospizbewegung in einer herausfordernden Zeit weiterzuführen. Wir werden uns anstrengen müssen, um mit Kompetenz, Herz und einem starken Teamgeist -das, wofür wir stehen wollen-, unsere Ziele zu erreichen.

Dr. Charlotte Holmgren-Haas
Portrait von Fr. Dr. Charlotte Holmgren Haas

Erster Ahmadiyya Charity Walk Düren

2025 04 04 1. Ahmadiyya Charity Walk Dueren

Am 04.04.2025 fand der 1. Ahmadiyya Charity Walk Düren in Kooperation mit der Stadt Düren statt und war ein voller Erfolg. Bei sonnigem Wetter und bester Laune starteten die kleinen und großen Läufer ihre Runden und wurden durch das Publikum unterstützt und angefeuert. Im Anschluss an die Siegerehrung, bei der die Hospizbewegung sich über zwei Pokale freuen durfte, lud die Ahmadiyya Muslim Jamaat zu einem gemeinsamen Essen ein, bei dem der Abend einen tollen Ausklang fand.

Die Hospizbewegung Düren-Jülich e.V. bedankt sich herzlichst für die Gastfreundschaft, die überreichte Spende von 1.200,00 € und bei allen MitläuferInnen.

Wörtlich genommen – ein wunderbar geLAUFENER Tag!

Benefizkonzert mit dem Chor „cantoAmore“

Fr. 16. Mai 2025 – 19:30 Uhr in Schlosskapelle Zitadelle Jülich

cantoamore der kuschelchor

Der Aachener Chor cantoAmore freut sich, am 16. Mai 2025 unter der Leitung von Tanja Raich zum sechsten Mal ein Konzert für die Hospizbewegung Düren-Jülich e.V. geben zu dürfen. Wie bei den anderen Konzerten wird ein speziell für die Hospizbewegung zusammengestelltes Programm in der Jülicher Zitadelle aufgeführt. Durch die einzigartige Akustik des Raumes und dem Motto des Chores: "Gesang und mehr" sollen dann Ohr, Auge, Herz und Zwerchfell des Publikums nicht zu kurz kommen. Der temperamentvolle Chor besteht seit fast 20 Jahren und zeichnet sich neben dem teilweise 8-stimmigen Gesang durch choreografische Einlagen, Body- und Vocalpercussion aus.

Termin: 16.05.2025
Beginn: 19:30 Uhr
Veranstaltungsort:
Schlosskapelle Zitadelle Jülich
Schloßstraße 10
52428 Jülich

Wir empfehlen eine frühzeitige Anmeldung, da die Anzahl der Plätze begrenzt ist unter:

T. 02421-39 32 20 oder Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.

Der Eintritt ist frei – über eine Spende würden wir uns freuen.

Einladung zum Benefizlauf - Gemeinsam bewegen für den guten Zweck

Der erste Ahmadiyya Charity Walk in Düren.

charity walk

Am Freitag, den 04. April 2025 um 17:00 Uhr, findet in Düren ein besonderes Ereignis statt: Der 1. Ahmadiyya Charity Walk. Ein Lauf, der nicht nur die Teilnehmer bewegt, sondern auch viel Gutes bewirkt – und wir von der Hospizbewegung Düren-Jülich e.V. sind stolz darauf, Teil dieses wunderbaren Projekts sein zu dürfen.

Was ist der Ahmadiyya Charity Walk?

Der Ahmadiyya Charity Walk ist eine Wohltätigkeitsveranstaltung, die von Majlis Ansarullah Deutschland, in verschiedenen Städten organisiert wird. Das Ziel: Gemeinsam laufen, um Spenden für soziale und wohltätige Zwecke zu sammeln. Bundesweit haben diese Läufe schon zahlreiche Projekte unterstützt – und jetzt kommt diese großartige Aktion endlich nach Düren!

Das Besondere: 100% der gesammelten Erlöse gehen an wohltätige Einrichtungen – darunter auch an unseren Verein. Damit helfen die Läufer und Unterstützer direkt mit, die wichtige Arbeit der Hospizbewegung Düren-Jülich e.V. weiterzuführen und Menschen in schwierigen Lebenssituationen beizustehen.

Mitmachen oder anfeuern – jeder Beitrag zählt!

Ob Sie selbst die Laufschuhe schnüren möchten oder lieber als Zuschauer am Rand kräftig anfeuern – jede Unterstützung ist willkommen! Der Charity Walk ist ein Event für die ganze Familie: Mit guter Laune, Bewegung an der frischen Luft und dem Wissen, gemeinsam Gutes zu bewirken, wird der Lauf garantiert unvergesslich.

Details

  • Am 04.04.2025 um 17:00 Uhr
  • Doktor-Overhues-Allee 229
    52355 Düren
  • Kinderlauf: ca. 1 km
  • Hauptlauf: ca. 4 km

Zeitplan:

  • 17:00 Uhr Anmeldung & Begrüßung
  • 18:00 Uhr Start Kinderlauf
  • 18:15 Uhr Start Hauptlauf
  • 19:00 Uhr Siegerehrung und Scheckübergabe, anschließend Essen (kostenfrei)

Sie können sich direkt online anmelden:
Infos & Anmeldung zum 1. Ahmadiyya Charity Walk in Düren

Wir freuen uns, wenn wir gemeinsam mit euch ein Zeichen setzen können – für Solidarität, Mitgefühl und Zusammenhalt. Lassen Sie uns Düren in Bewegung bringen!

Die Hospizbewegung Düren-Jülich zum Thema: Assistierter Suizid

Ein besonderer Bürgerdialog mit Prof. Dr. Jean Pierre Wils.

buergerdialog assistierter suizid web

Die Hospizbewegung Düren-Jülich e.V. lud zu einem Bürgerdialog zu dem Thema „assistierter Suizid“ ein. Über 100 Bürgerinnen und Bürger waren dieser Einladung gefolgt. Im Jahr 2020 hatte das Bundesverfassungsgericht per Urteil die Sterbehilfe erlaubt. Es blieb aber bei der Strafbarkeit der Tötung auf Verlangen. Die „geschäftsmäßige Förderung der Selbsttötung“ im § 217 StGB verwarf das Bundesverfassungsgericht wieder, stellte es als verfassungswidrig dar, betonte das Recht auf selbstbestimmtes Sterben als Ausfluss des allgemeinen Persönlichkeitsrechts, auch einschließlich hierbei bei Dritten Hilfe zu suchen. Diverse Gesetzesvorschläge zur konkreten Umsetzung scheiterten in den parlamentarischen Beratungen.

Somit gibt es bis heute keine Regulierung oder Überprüfung der Suizidassistenz. Herr Prof. Wils lehrte philosophische Ethik und Kulturphilosophie an der Radboud Universität in Nijmegen in den Niederlanden. In 2021 erschien sein Buch „Sich den Tod geben. Suizid als letzte Emanzipation?“ In seinem Vortrag verwies er zunächst kurz umrissen auf die Selbsttötung in der Geschichte der Menschheit, die zurück reicht, bis in die Antike. Herr Prof. Wils zeigte sehr anschaulich auf, dass die Sinnhaftigkeit des Lebens dann infrage gestellt wird, wenn Biografie und Biologie nicht mehr zur Übereinstimmung kommen. Mit zunehmendem Altern beispielsweise lassen auch unsere Fähigkeiten einer aktiven Alltagsgestaltung nach; hat der Mensch gelernt, mit den veränderten Bedingungen umzugehen und auch dieses Leben dem angemessen zu gestalten? Wann ist für den einzelnen Menschen Leben überhaupt noch ein Leben? Wann hat für den Einzelnen das Leben den Sinn verloren beziehungsweise wird aus einer komplett veränderten Sicht auf Krankheit nicht trotzdem Lebensmut, Sinnhaftigkeit?

Die Diskussion mit den anwesenden Teilnehmern wurde kompetent von Frau Gerda Graf, 2. Vorsitzende der Hospizbewegung Düren-Jülich, und Herrn Prof. Dr. Kalb, Jurist und Beiratsmitglied der Hospizbewegung, moderiert. Sehr viele Fragen wurden gestellt und immer wieder die Frage, wie man am besten den definitiven Abschied vom Leben kalkulieren könnte, und immer wieder kam es zu der Frage, wer denn dann das notwendige medikamentöse Rezept ausstellen würde, ob man auch wirklich nicht allein gelassen werde. Einerseits klang an, dass man am liebsten schon „prophylaktisch“ den assistierten Suizid vollziehen möchte, um sich einem langen Leiden nicht ausgesetzt zu fühlen. Andererseits legte eine Teilnehmerin in einer sehr persönlich gehaltenen Darstellung nahe, wie wertvoll ihr Leben bis heute sei, trotz Verlustes eigenen Sohnes durch Suizid und trotz schwerster Krankheit ihres Mannes, den sie im hohen Alter selbst pflegt.

buergerdialog assistierter suizid moderation vortragende v.l.n.r.: Graf Gerda (2.Vors.) Prof. Jean-Pierre Wils, Prof. Heinz-Jürgen Kalb (Beirartsmitglied)

In der sehr engagiert geführten Diskussion wurde sichtbar, dass Autonomie des Menschen letztlich nur auf dem Boden der Fürsorge entstehen kann. Es gilt weiterhin das Recht auf selbstbestimmtes Leben, aber auch das Recht auf selbstbestimmtes Sterben, das einer besonnenen Regelung in Deutschland zugeführt werden sollte. Bei diesem Thema gewinnt allerdings die Prävention ein immer höheres Gewicht. Und dies wiederum beinhaltet, dass wir uns mit sehr viel mehr Kräften als bisher an die Seite der Menschen stellen müssen, die die Sinnhaftigkeit in das Leben verloren haben.

Nach knapp 2 Stunden blieben noch sehr viele der Teilnehmer zum Imbiss, um das Gehörte in Gesprächen weiter zu vertiefen. Es war ein außerordentlich wichtiger Abend, der seine Fortsetzung finden sollte.

(Dr. Hildegard Schain, Beiratsmitglied)

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Roonstr. 30 
52351 Düren 
Telefon: 02421 393 220
Fax:       02421 496 482
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Jülich:
Rochusheim
An der Lünette 9  
52428 Jülich
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Sprechzeiten mittwochs 10-12 Uhr und nach Vereinbarung

 

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